Krönung im Märchenwald: Schwäbische Crosslauf-Meisterschaft

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Die spätere Siegerin Bettina Sattler (LG Zusam) und die Zweitplatzierte Susanne Rossmanith. Foto: privat

An dieser schwäbischen Crosslauf-Meisterschaft hätten wohl selbst die Gebrüder Grimm ihre Freude gehabt. Noch nie hatte ein Ausrichter so einen fantasievollen Namen wie diesmal. Die LG Märchenwald-Wemding lud in den schwäbischen Landkreis Donau-Ries.  Die Läufergruppe hat sich vor zwei Jahren gegründet – in Anlehnung an einen Lauf zum Märchenwald in Wemding. Schöne Geschichte. Zumal es bei den Märchenwäldlern auch noch ein Happy End für eine Allgäuerin gab.

Susanne Rossmanith, 41, vom TSV Marktoberdorf belegte trotz derzeitiger Rückenprobleme Platz zwei über 5200 Meter in 21:56 Minuten. Der Sieg ging an Bettina Sattler, 40, von der LG Zusam in 21:44. Dritte wurde Kerstin Hirscher von der TG Viktoria Augsburg in 22:00. „Es war ein hart umgekämpftes Rennen auf einer schönen Strecke. Am zweiten steilen Berg war Bettina schneller als ich“, sagt Susanne Rossmanith über das Duell der beiden Routiniers, die sich vor der über 15 Jahre jüngeren Läuferin behaupteten. Für Leichatethletin Susanne Rossmanith sind Crosslauf-Wettkämpfe seit der Jugend fester Bestandteil im Trainingsplan. „Mir liegt es, dass die Strecken nicht so lange sind. Außerdem mag ich den Wechsel des Geländes. Das liegt mir mehr als eintöntig auf der Bahn oder der Straße zu laufen“, sagt die verheiratete Mutter von drei Kindern, die mittlerweile  Leichtathletik-Talente und eine Kinderlaufgruppe beim TSV Marktoberdorf trainiert, die ebenfalls sehr erfolgreich an der Crosslaufmeisterschaft teilnahmen. Wenn sie selbst läuft, dann am liebsten querfeldein.

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Crosslauf gilt als intensives Training, das Koordination und Kraftausdauer voranbringt, die Muskulatur stärkt und dadurch Verletzungen vorbeugen kann. Für Rossmanith genau die richtige Mischung. Auf den klassischen Strecken läuft sie trotz reduzierter Umfänge noch immer starke Zeiten, wie zuletzt beim Silversterlauf in Kempten über zehn Kilometer in 39:20. Ihre Bestzeit über 10 KM steht sogar bei 35:55. Im Halbmarathon bei 1:21:16. Doch auf Bahn und Straße zieht es Rossmanith eben nur sporadisch. Fest eingeplant hat sie dagegen einen Start bei der Bayerischen Crosslaufmeisterschaft am 1. März in Markt Indersdorf. Dort dürfte sie wahrscheinlich auch auf den einen oder anderen Allgäuer treffen. Die Crossläufer waren zuletzt nicht nur im Märchenwald aktiv. Ein Teil startete  auch bei der Crosslaufserie Oberschwaben in Vogt. Stefan Stahl (TSG Ehingen), der häufig schon im Allgäu lief, holte sich dort den Sieg über 7400 Meter in 22:27. Thomas Langer (TV Jahn Kempten) belegte Platz 13 in 24:21. Thomas Capellaro (TV Memmingen) wurde 14. in 24:28.  Zum Vergleich: Der frühere Triathlon-Weltmeister Daniel Unger (SSV Ulm 1846) wurde Fünfter in 23:14.

Ergebnisse schwäbische Crosslauf-Meisterschaft in Wemding

1. Marius Forstner (1991) Sportverein Mindelzell 29:24
2. Wenzel Kurka,  (1986) LG Zusam 30:29
3. Stephane Rust   (1970) TG Viktoria Augsburg 30:34

1. Bettina Sattler (1974)  LG Zusam 21:44
2. Susanne Rossmanith (1972) TSV Marktoberdorf 21:56
3.  Kerstin Hirscher (1989) TG Viktoria Augsburg 22:00

Ergebnisse Crosslaufserie Oberschwaben, Rennen in Vogt:

1. Stefan Stahl (1976) TSG Ehingen 22:272. Konstantin Häcker (1989) TSV Reute Runners 22:48
3. Daniel Schneider (1995) Menges Triathleten 23:04

http://www.lg-maerchenwald.de/
http://www.crosslaufserie-oberschwaben.de/index.php/veranstalter/vogt.html

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