Peter Schlickenrieder: So wird’s wos gscheits mit’m Ski-Trail im Tannheimer Tal!

Peter Schlickenrieder
Gibt Tipps für den Ski-Trail im Tannheimer Tal am 25. und 26. Januar: Experte Peter Schlickenrieder, der 2002 in Salt Lake City die olympische Silbermedaille gewann. Foto: sine

 

Peter Schlickenrieder hat den SKI-TRAIL Tannheimer Tal – Bad Hindelang für sich entdeckt. Bereits zum dritten Mal nimmt der Olympia-Silbermedaillen-Gewinner an der größten Ski-Langlauf-Veranstaltung der Region und einem der größten Volksläufe Österreichs und Deutschlands teil. An beiden Wettkampftagen (25. und 26. Januar) schnallt sich der 43-Jährige die Ski an und kümmert sich außerdem zusammen mit Georg Zipfel beim DSV-Projekt „Auf die Plätze, fertig, Ski…!“ beim „TeKo Wettbewerb“ um den Nachwuchs. Am vergangenen Wochenende gab er einen Kurs im Tannheimer Tal. Wir nutzten die Gelegenheit, um baten ihn um fünf Tipps: Wie übersteht man den Ski-Trail mit Spaß? Hier die Antworten des Experten:

1. Langsam starten.
Lasst Euch nicht von der Vorstart-Nervosität anstecken. Es ist genügend Zeit, um in das Rennen zu kommen. Hängt Euch nicht an offensichtlich schnellere und besser trainierte Langläufer an, überdreht nicht gleich zu Beginn. Ihr könnt Euch während des Rennens langsam steigern und Euch eine Gruppe suchen, die Eurem Lauftempo entspricht. Teilt Euch eure Kraft ein. So könnt Ihr Eure Fähigkeiten richtig entfalten. So macht das Laufen am meisten Spaß.

2. Windschatten laufen.
Versucht Euch auf der Strecke öfters hinter einem Mit-Läufer zu verstecken. Bildet ein Team und wechselt Euch in der Führungsarbeit ab. So spart Ihr Kräfte. Das ist auch in der Abfahrt sehr hilfreich. Außerdem macht man nette Bekanntschaften auf der Strecke, die Ihr später im Zielbereich vielleicht wieder trefft.

Peter Schlickenrieder3. Verpflegung.
Egal auf welcher SKI-TRAIL-Strecke Ihr startet: Nehmt die Verpflegungsstationen mit. Bleibt auch gerne an einer Station mal stehen. Lauft die Verpflegungsstation an bevor Ihr Durst oder Hunger verspürt. Danach ist es meistens schon zu spät. Dadurch seid Ihr am Ende der Strecke leistungsfähiger, könnt vielleicht noch den ein oder anderen im Zielsprint überholen und habt noch genug Kraft das letzte Stück zu Genießen.

4. Wachsen.
Wachsen macht Sinn, aber übertreibt es nicht. Die Ruhe- und Entspannungsphase am Vorabend des Wettkampfs ist wichtig und sollte nicht wegen Stress aufgrund der Präparierung vernachlässigt werden. Wachs-Profis sind dafür da, um Euch Zeit zu sparen. Außerdem verfügen Sie über das nötige Know-how. Mit dem richtigen Ski macht die SKI-TRAIL-Strecke noch mehr Spaß!

5. Vorbesichtigung.
Eine Vorbesichtigung macht auf jeden Fall Sinn. Wer das Streckenprofil und einzelne Knackpunkte der Runde kennt, kann sich Kraft sparen. Egal auf welcher Distanz Ihr startet, prägt Euch das Profil grob ein. Allerdings solltet Ihr gerade die Langstrecke nicht einen Tag vor dem Wettkampf besichtigen. Bei der 55-Kilometer-Strecke ist es zu empfehlen, einzelne Abschnitte vorher zu laufen.

Text und Fotos: B. Sine

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