“Allgäu Vertical”-Sieger Philipp Schädler: Ohne Gipfel geht’s nicht!

Philipp Schädler, TourenskiPhilipp SchädlerIm Sommer sorgt er als Bergläufer immer häufiger für Furore. Im Winter zählt Philipp Schädler zu den besten Skitouren-Rennläufern in Deutschland. Seine Klasse hat der 27-jährige aus Rettenberg vergangenes Wochenende gleich doppelt bewiesen. Einen Tag nach seinem Sieg beim “1. Allgäu Vertical” in Ofterschwang belegte er beim stark besetzten Davos Race (1700 Höhenmeter im Aufstieg, 1700 Höhenmeter in der Abfahrt) den siebten Platz. Mit spektakulären Aktionen sorgt er mittlerweile nicht nur in den Ergebnislisten, sondern auch in einschlägigen Magazinen für Aufsehen.

TrailmagazinIn der aktuellen Ausgabe des Trail-Magazin beschreibt der Student  an der FH Kempten einen faszinierenden Report über seine Lieblingsskitour im Allgäu. Beim so genannten “Allgäuer U” werden zwei komplette Bergketten überschritten. Erst die Hörnergruppe vom Ofterschwanger Horn bis zum Riedberger Horn und weiter zum Haidenkopf. Zurück geht es über die Nagelfluhkette vom Hochgrat bis zum Mittag. “Powder bis zum Knie und unverspurtes Gelände. Ich wünsche mir, dass es nie wieder Sommer wird und ich nie wieder Fuß bergab rennen muss”, schreibt Schädler im Trail Magazin.

Insgesamt werden bei dieser Tour 21 Gipfel, 55 Kilometer und 4500 Höhenmeter zurückgelegt! (Text geht unter diesem Hammer-Foto weiter).

Philipp SchädlerGenau das richtige also für den Bergsportler vom Team Dynafit, den es in jeder Jahreszeit auf die Gipfel zieht und der das “Allgäuer U” im Winter in etwa acht Stunden meistert. Im Sommer trumpft er Bergläufer auf, gewann 2013 u.a. den Widderstein und belegte mit Constantin Pade Platz vier beim Transalpine Run. “Ob mit Ski oder zu Fuß ist doch egal. Die Ausdauer ist dieselbe”, sagt der staatlich geprüfte Skilehrer und Skiführer.

Trailmagazin IIAufgewachsen ist Schädler in der Nähe von Laupheim in Oberschwaben. Doch die Liebe zu den Bergen entdeckte er schon früh bei Wochenend-Ausflügen. “Es war nur eine Frage der Zeit, bis es mich in Richtung Alpen verschlägt”, sagt der Gipfelstürmer. Im Skibergsteigen zählt er zu den deutschen Top-Läufern und hatte diesen Winter sogar ein Angebot vorliegen, für die deutsche Nationalmannschaft zu starten.

Doch “Phips” lehnte ab. Er will selbst entscheiden, an welchen Wettkämpfen er teilnimmt. “Die Weltcups sind teils eher unbekannt. Mich reizen die großen Wettkämpfe, wie der Sellaronda Skimarathon oder das von der Schweizer Armee organisierte Patrouille des Classier für Dreierteams mit 5400 Bergbegeisterten. Ein super Team habe ich auch ohne Nationalmannschaft”, sagt Schädler, der am Wochenende bereits den nächsten Einsatz hat: Er startet beim 16. Mountain-Attack in Saalbach-Hinterglemm und hofft auf eine Top 15-Platzierung. Von dem 1,70 Meter großen und knapp über 60 Kilo leichten Athlet dürfte nicht nur in diesem Winter noch so einiges zu hören sein. Fürs nächste Jahr hofft er übrigens auf ein erneutes Vertical Race in Ofterschwang: “Der Auftakt war super. So eine Veranstaltung hat im Allgäu noch gefehlt”, sagt der Sieger.

Allgäu Vertical
Szene vom Allgäu Vertical, das im kommenden Jahr wieder stattfinden soll. Foto: Felix Blersch

 

 

 

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