Michi Schnetzer: “Olympia-Saison verfolge ich mit weinendem und lachendem Auge”

Michael Schnetzer
Wenn diese Fotos keine Lust aufs Langlaufen machen…. Michi Schnetzer wurde von Aapo Laiho ins Szene gesetzt, der uns die Bilder freundlicherweise zur Verfügung stellte.

Michael SchnetzerSeine früheren Trainingskollegen wie Hanna Kolb oder Hannes Dotzler kämpfen in diesen Wochen um die heißbegehrten Tickets für Sotschi. Doch für Ski-Langläufer Michael Schnetzer vom SC Rettenberg sind die Olympischen Spiele im Februar in Russland kein Thema mehr. Der 23-Jährige hat den Traum von einer Teilnahme endgültig aufgegeben. Nachdem er im Vorjahr die Kaderzugehörigkeit verloren hatte, beendete er seine Karriere auf der ganz großen Bühne im Frühjahr 2013. Kein Conti-Cup und kein Weltcup mehr. Künftig wird der frühere J-WM-Teilnehmer bei großen Volksläufen starten. Der Olympia-Winter weckt in ihm gemischte Gefühle: “Einerseits ist da ein weinendes Auge, weil ich nicht dabei sein kann. Andererseits ist da ein lachenendes Auge. Mir geht es richtig gut. Ich habe einen freien Kopf”, sagt der Allgäuer. Seinen früheren Kollegen drückt er die Daumen für die Quali-Rennen.

Michael Schnetzer     “Der Allgäuer Ski-Langlauf könnte in Sotschi super vertreten sein. Ich denke, Nicole Fessel, Katrin Zeller und  Hanna Kolb sind ziemlich sicher mit von der Partie. Auch Lucia Anger hat Chancen. Bei den Männern ist die Luft dünner. Aber ich denke, mit Hannes Dotzler ist zu rechnen. Die Sprinter Sebastian Eisenlauer und Alexander Wolz könnten mit etwas Glück den Sprung als B-Kader-Athleten noch packen”, sagt Experte Schnetzer.

Während die Allgäuer am Wochenende beim Weltcup bzw. im Continental-Cup (zweite Liga) aktiv waren, brach der  23-Jährige zu einem Filmdreh nach Reit im Winkel auf. Von Sonntag bis Dienstag wird ein Imagefilm für den Skilanglauf-Ausrüster “Leki” gedreht, an dem Schnetzer mitwirkt. Der Sportsoldat, der beim Skizug Füssen ein weiteres Jahr verlängerte, will sich vom Rennsport freilich nicht gänzlich verabschieden. So plant er einen Start u.a. beim Dolomitenlauf am 18./19. Janaur in Lienz/Österreich und in der darauffolgenden Woche beim Ski-Trail im Tannheimer Tal. Zwischendurch will er – was uns sehr freut – für allgaeu-ausdauer.de ab und an aus der Skilanglauf-Szene berichten. Muss ja nicht immer Peter Schlickenrieder sein 🙂

Dass er über beachtliche Kondition verfügt, hat Schnetzer im Sommer bewiesen. Beim Berglauf-Etappenrennen “Salomon 4-Trails” von Garmisch nach Samnaun/Schweiz (160 Kilometer, 10 000 Höhenmeter) belegte er auf Anhieb Platz sechs. Im nächsten Jahr könnte so mancher weitere Lauf folgen. Die Beine hochlegen wird Michi Schnetzer sicher nicht – auch wenn der Traum von Olympia für ihn geplatzt ist.

 

 

2 Gedanken zu „Michi Schnetzer: “Olympia-Saison verfolge ich mit weinendem und lachendem Auge”“

  1. Wow! Was für schöne Bilder!!
    Da bekommt man Lust auf Winter!

    Wie schaut es auf den Loipen in Sulzberg aus?
    Hat Xaver alles weggeweht? Oder kanns jetzt so richtig losgehen?

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