Haarsträubendes aus der Läuferszene

2013-11-04 18.49.23
Gefahr im Verzug: Wo sich die Basecap niederlässt, gerät das Styling außer Rand und Band. Zum Glück gibt es Zeitschriften, die uns bei diesem haarsträubenden Problem weiterhelfen.

Bislang dachten wir ja, wer als Läufer eine gute Figur abgeben will, der braucht vor allem zwei Dinge: einen dynamischen Stil und schnelle Zeiten. Weit gefehlt! Die natürlichste Fortbewegung der Welt ist längst  zum Lifestyle mutiert und die kleine Joggingrunde um den Stadtteich zum Laufsteg. Tempo egal. Hauptsache das Styling sitzt. Wo man früher einen Trainer hatte, bedarf es heute eines Image-Beraters. Glaubt ihr nicht? Dann empfehlen wir einen Blick in die einschlägigen Magazine auf dem Markt.

Zum Beispiel in die neue Zeitschrift „active life“. Die machte sich kürzlich auf die Suche nach dem „perfekten Look“ beim Training und ging dabei wichtigen Fragen nach. Die bedeutenste davon lautete:

„Ich laufe mit Baseball-Cap, die macht meine Haare platt. Aber ich habe nicht immer Zeit, sie neu zu stylen…“?

Nun, das ist in der Tat ein haarsträubendes Problem, denkt man als Leser und stellt sich die bange Frage, was die Redaktion wohl empfehlen wird: Baseball-Cap runter oder Haare ab? Doch Vorsicht: Wer so denkt, unterschätzt das Problem und outet sich als Lifestyle-Banause. Gott sei Dank ging „active live“ der Sache auf den Grund und beglückt die Läufer-Welt mit einer bahnbrechenden Empfehlung:

„Es gibt einen ganz simplen Trick: Benutzen Sie schon vor dem Training ein Trockenshampoo wie das „Super dust“ von tecni.art (ca. 17 Euro, beim Friseur). Danach sprühen Sie Haarspray für leichten Halt auf, z.B. von Sebastian. Nach dem Training müssen Sie dann nur noch die Cap abnehmen und mit den Fingerspitzen die Haaransätze massieren. Sofort hat Ihr Schopf wieder Volumen.“

Alles klar?!

Auf jeden Fall. Also zumindest für den Herbst. Fragt sich nur noch wie wir unser Haarstyling im Winter (Pudelmütze!) und im Hallenbad (Badekappe!) in Griff bekommen sollen. Eine Antwort darauf gibt es garantiert demnächst in einem Lifestyle-Magazin. Ha(a)rren wir der Dinge.

5 Gedanken zu „Haarsträubendes aus der Läuferszene“

  1. Endlich erkennt jemand diese Probleme.
    Ich verwende für den richtigen Sitz meiner Frisur „Brisk“ (gibts seit 1951) und beim Schwimmen hinterlässt die Frisiercreme (so nennt sich das Zeug) immer einen weißen Film in der (Latex) Bademütze und anschließend sitzt die Frisur nicht mehr richtig.
    Was soll ich nur tun? 🙂

  2. Ich laufe meine Rennen immer ungestylt . durch das schwitzen dringt gel oder haarspray ansonsten zu stark. in das. hautgewebe. ein. und das sollte. man in anbetracht. der vielen chemischen stoffe dringlichst vermeiden. zudem besteht dopinggefahr siehe dieter baunann 🙂

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