Postbote Thomas Walther läuft seinen ersten Marathon in 2:50 Stunden!

Immer flott unterwegs: Postbote Tommy Walther.

Das nennt man gelungene Premiere! Thomas Walther vom Team Schnelle Allgaier aus Memmingen hat uns mit seiner Leistung beim 40. Berlin-Marathon verblüft. Der 51-Jährige finishte seinen ersten Lauf über 42,195 Kilometer in 2:50:37 Stunden (wir berichteten). Wovon andere ihr ganzes Leben träumen, gelang ihm gleich im ersten Anlauf: Er blieb deutlich unter der magischen Marke von drei Stunden. Wer ist der Mann, der sich mit seinem Spitzenresultat auf Platz 17 in seiner Alterklasse katapultierte? allgäu-ausdauer.de hakte nach.

„Es ist einfach genial gelaufen“, sagt Thomas Walther noch immer voller Euphorie, wenn er an sein Debüt denkt. Vier Monate lang hat er sich mit den Schnellen Allgaiern darauf vorbereitet.

Eine ähnlich lange trainieren auch andere Hobbyläufer auf einen Marathon hin. Aber die magische drei-Stunden-Marke durchbrechen sie deshalb noch lange nicht…

Was Walther zugute kam, sind seine aktiven Jahre als Bahnläufer beim SSV Markt Rettenbach. Seine Bestzeit aus jungen Jahren über 100 Meter liegt bei 11,2 Sekunden. Hohes Tempo hat er  später auf längere Strecken übertragen. Seinen ersten 10-Kilometer-Lauf finishte er 1997 in Bad Grönenbach in 34 Minuten. Und auch bei seinem bis dato längsten Wettbewerb hat er den ein oder anderen Läufer aus der regionalen Szene verblüfft: 2003 wurde er beim Alpseelauf in Immenstadt (16 Kilometer) auf Anhieb Dritter. An einem Marathon hat sich der Leichtathlet, der 1992 immerhin bayerischer Meister im Fünfkampf der AK 30 wurde, freilich nie versucht. „Ich wollte das schon lange mal machen. Aber in den letzten Jahren hatte ich Wadenprobleme und habe mir das nicht zugetraut“, erzählt er.

Nach vielen Arztbesuchen fand er schließlich in der sogenannten Triggerpunkt-Rolle (einer Massagerolle) ein geeignetes Mittel, um wieder schmerzfrei laufen zu können. Anfang des Jahres entschied er sich dann mit 50 Jahren die Langstrecke endlich in Angriff zu nehmen. „Wenn ich das mache, dann g’scheit“, lautete seine Maxime. Die Grundschnelligkeit brachte der Bahnläufer bereits mit. Und auch die Grundlagen hatte er in vielen Jahren quasi nebenher ausgebildet. Walther ist seit über 30 Jahren als Postbote unterwegs!

„Wenn man sich jeden Tag fünf, sechs Stunden draußen bewegt, kann das der Kondition nicht schaden“, sagt er. Mehrmals pro Woche sattelte er in den vergangenen Monaten am Feierabend noch ein Lauftraining mit 70 bis 120 Kilometern in unterschiedlichem Tempo drauf. Zudem speckte der 1,76 Meter große Läufer fünf Kilo ab – und präsentierte sich in Berlin mit 68 Kilogramm in bester Verfassung. „Ich bin einenen Vierer-Schnitt gelaufen und habe mich ab Kilometer 37, als es hart wurde, von der überragenden Kulisse mitreißen lassen. Es hat einfach alles gepasst: Das Wetter, die Stimmung, die Form!“

Nach seinem starken Debüt überlegt er nun bereits noch einmal einen Marathon zu laufen. „Wenn die Wade hält, traue ich mir schon noch eine schnellere Zeit zu“, meint Walther. Vielleicht reicht’s ja für einen Platz noch weiter vorne im Klassement der AK 50. Der schnellste Läufer dieser Kategorie kam in 2:41 in Berlin ins Ziel…

4 Gedanken zu „Postbote Thomas Walther läuft seinen ersten Marathon in 2:50 Stunden!“

  1. Gratulation zu der tollen Leistung !!!

    Berlin immer wieder eine Reise wert, die Zuschauer, der Frühstückslauf, der Marathon und die sonstigen Aktionen ein Erlebnis der Sonderklasse.

    1. Thommy war als kleiner Bub schon DER Läufer in unserer Familie. Sein eiserner Wille ist sein Markenzeichen.Bin schon richtig stolz auf ihn!!!

      1. Sauber Thommy – Respekt !!!
        Super Leistung, eisener Wille und Kampfgeist!! Kilometer 37 überwunden ab jetzt läufts gschmoidig. Top Sache, hoffentlich motiviert das noch mehr Leute zum Laufen – uns hat es bereits…

        P.S.:
        Hör dir mal den Song „The loneliness of the long distance runner“ von Iron Maiden an.

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