Hall of Fame der Hawaii-Finisher: Drei Allgäuer kämpften sich sieben Mal ins Ziel!

uli blockus

Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte: Wer das Foto von Dr. Uli Bockus betrachtet, sieht Glücksgefühle pur. Und das obwohl die Aufnahme ein paar Jährchen zurückliegt. Sie stammt aus dem Jahre 1996 und zeigt den heute 62-Jährigen beim Zieleinlauf der Ironman-WM nach 11:47:40 Stunden. „Auf Hawaii zählt nur eines: ins Ziel zu kommen“, sagt der heute 62-Jährige, dem ein besonderer Platz in unserer neuen „Hall of Fame“ der Allgäuer Hawaii-Finisher gebührt. Der Mediziner aus Buchenberg, der für den RSC Kempten startete, schaffte sieben Mal am Sehnsuchtsort aller Triathleten den Sprung über die Ziellinie. Zusammen mit Axel Reusch (Sonthofen) und – seit diesem Jahr – Helmut Berger (Kleinwalsertal) verzeichnet er die meisten Hawaii-Finishs der hiesigen Triathleten.

„Mit Hawaii verbinde ich wunderschöne Erlebnisse. Zugleich bin auch froh, dass ich die WM zu Zeiten erlebt habe, als noch nicht alles durch und durch kommerzialisiert war wie heute“, sagt der Mediziner, der in den 90er Jahren sechs Mal dabei war, ehe er 2003 seine letzte Zielankunft feierte – und in der Folge zum „Sportler des Jahres“ der Stadt Kempten gekürt wurde. Seine Hawaii-Bestzeit erzielte der Oberallgäuer, dessen Sohn Jakob heute erfolgreich beim RSC Kempten die Familien-Tradition fortführt, laut unserer Recherchen 1996 in besagten 11:47:40 (Uli, bitte korrigier uns, falls Dein Archiv zu anderen Schlüssen kommst :-)). Doch die Endzeit war für den vielbeschäftigten Arzt stets nebensächlich, wie er im Gepspräch mit allgaeu-ausdauer.de bilanziert. „Ich musste ja schon in den Qualifikationswettkämpfen alles geben, um dabei sein zu können“, sagt er schmunzelnd.

So sehr er bei der diesjährigen Übertragung im Internet und im Fernsehen mitfieberte: Einen achten Hawaii-Start schließt er aus. Wegen gesundheitlicher Probleme (das Knie!) muss sich Uli heute notgedrungen auf zwei der drei Disziplinen beschränken: Schwimmen und Radfahren. Letzteres ist sein Schwerpunkt geworden.

Heuer radelte er die Tour von Genf nach Nizza; im nächsten Jahr will er über die Pyrenäen vom Mittelmeer an den Atlantik heizen. In der Hoffnung, dass es ihm dabei besser ergeht, als bei seiner letzten Hawaii-Teilnahme 2003: „Damals hatte ich drei Plattfüße zu verkraften“, erinnert er sich und fügt hinzu: „Aber ins Ziel habe ich es dennoch irgendwie geschafft.“ Und genau darum ging es für Uli Blockus immer.

P.S.: Wir schreiben weiter an der „Hall of Fame“ der Allgäuer Hawaii-Finisher. Unterstützt unser Projekt: Schreibt uns, wenn Euch noch nicht genannte Namen einfallen – bitte mit der jeweiligen Finisher- Zeit, dem Heimatort und der Jahreszahl der Teilnahme. Kommende Woche präsentieren wir das Ranking, für das uns bereits viele Zuschriften (siehe u.a. die Kommentare der vergangenen Artikel) erreichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8 Gedanken zu „Hall of Fame der Hawaii-Finisher: Drei Allgäuer kämpften sich sieben Mal ins Ziel!“

    1. Die Info stammt direkt von ihm. Habe vorgestern mit Uli telefoniert. Er hat sich gefreut, dass Du ihm gleich zehn Teilnahmen zugetraut hast 🙂

  1. Hallo Tobi,
    sorry, ich komme erst jetzt dazu, die mails zu checken und wieder mal in deinen Blog zu linsen.
    1995 hatte ich 12 Std.10
    2008 nochmal 12. Std. 10 zufällig
    und 2011 11.Std. 50 gebraucht.
    Falls Du mal für eine Gesamt-Finisher Seite ein Foto brauchst, sag’s mir
    lieben Gruß Klaus

    1. Hallo Iron-Klaus, ich hoffe, Du linst bald wieder auf den Blog, damit Du diese Nachrichst liest: Ein Finisher-Foto wäre toll! Die „Hall of Fame“ soll auch optisch wachsen…. Liebe Grüße, Tobi
      P.S.: Hoffe, wir dürfen Dich noch mindestens ein viertes Mal in die Hawaii-Liste aufnehmen. Deine Schwimmzeit kannst Du durch MÖGLICHST VIEL Wasserrugby garantiert weiter steigern 🙂

      1. Ich habe heute mit Jochen Weinrich gesprochen. Er war in den 90.-er Jahren auch dreimal in Kona im Ziel. Ich denke er wird sich bei Dir melden, wenn er seine Zeiten, die er auch nicht im Kopf hat, zuhause nachgeschaut hat.
        Lieben Gruß Klaus

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