AZ-Marathoni Markus Resch: Mit professionellem Training zu neuer Bestzeit in Berlin!

Markus Resch am Brandenburger Tor: Glücklich, aber erschöpft kam er beim Berlin Marathon nach 3:31:58 Stunden ins Ziel. Foto: Reischmann

Die Knochen tun noch weh. Doch die Euphorie überwiegt eindeutig. AZ-Marathoni Markus Resch erlebte beim 40. Berlin-Marathon einen Glanztag und eine persönliche Sternstunde: In 3:31:58 Stunden verbesserte er bei seiner insgesamt vierten Marathon-Teilnahme seinen persönlichen Rekord gleich um über 20 Minuten. Der 37-jährige Krankenpfleger aus Kaufbeuren erntete damit den Lohn für sein konsequentes Training unter fachkundiger Anleitung. Er hatte im Frühjahr beim Gewinnspiel der Allgäuer Zeitung in Zusammenarbeit mit Sport Reischmann teilgenommen und das Marathon-Paket im Wert von 449 Euro gewonnen, zu dem unter anderem Laktattest, sportmedizinische Untersuchung, Trainingsplan sowie Anreise, Startplatz und Unterkunft in Berlin gehörten. Hier ist sein ganz persönlicher Bericht:

„Ganz Berlin war im Marathonfieber. Überall Werbung, Vorbereitungsarbeiten für Straßensperrungen etc. Viel Polizei und Kontrollen aufgrund der traurigen Ereignisse von Boston. Die Spannung stieg…

Alles war von Seiten Sport Reischmann und Adidas top durchstrukturiert. Samstagabend gab’s noch die letzten Tipps für den großen Tag und dann ging’s um 21 Uhr brav ins Bett.

Schon um 5:30 Uhr hieß es:  Raus aus den Federn. Kleines Frühstück und anschließend mit „Pilgerzug“ in Richtung Start. Wir hatten exklusive Startplätze von Adidas im Block D. Somit durften wir direkt hinter den Profis im ersten Pulk starten. Unbeschreiblich.

Gänsehaut pur, wenn der Startschuss fällt und du mit der Masse mitschwimmst. Da heisst’s natürlich Tempo halten – und nicht schon am Anfang das Pulver verschießen.

Bin auf eine Zielzeit von 3:45 Stunden angelaufen mit dem Hintergedanken, dass ich dann zum Schluss immer noch langsamer machen kann. Schon nach wenigen Kilometern merkte ich, da könnte mehr gehen und hab mich entschlossen, bis zur Halbmarathondistanz ein Tempo um 5:00 bis 05:10 Minuten pro Kilometer zu laufen.

Die Stimmung durch das super Publikum und die vielen Bands und Solokünstler treiben Dich von Kilometer zu Kilometer. Es macht einen so froh und stolz, dabei sein zu dürfen. Sogar die Sehenswürdigkeiten nimmt man mit einem Auge noch wahr. Selbst bei der Halbzeit bin ich noch gut im Kurs.  Trinken und ein Stück Obst an den Verpflegungsstellen – und weiter geht’s . Erstmals über Tausende von leeren Bechern. Für die nächsten Meter klebt die Sohle am Teer, weil jeder – schnell, schnell – seinen Isodrink oder den Tee reinkippt und die Hälfte danebengeht.

Trotzdem bleibt Zeit für nen Smalltalk mit anderen Läufern. Viele Sportler aus Dänemark (6500) sind am Start und mindestens nochmal so viele von ihren Fans im Publikum. Bei  Kilometer 25 singt eine Rockband „Highway to Hell“. Kinder stehen an der Strecke und halten die Hände zum Abklatschen raus. So viel Zeit muss sein. Es ist der Wahnsinn . Ich gehe auf volles Risiko und steigere mein Tempo. Der befürchtete Einbruch bleibt aus und so geht’s in Richtung Ku-Damm. Es bleiben noch 7 oder 8 Kilometer. Das Publikum feuert uns weiterhin an. Auch diejenigen, die zum Gehen übergegangen sind . Nochmal ein Power-Gel und nen Traubenzucker und weiter Richtung Regierungsviertel und Brandenburger Tor. Bei Kilometer 40 melden sich die Oberschenkel.

Aber jetzt heisst’s durchhalten. Die Kilometerzeit beibt stabil. Vielleicht klappt’s ja und ich bin unter den ersten 10 000… Ab durchs Brandenburger Tor. Endlich ist das Ziel in Sicht. Soll ich mich freuen oder heulen vor Euphorie und Erschöpfung? Keine Ahnung. Einlauf ins Ziel. Ein Blick auf die Uhr. 3:31:58 Stunden! Wahnsinn, hätte ich nie vorher erwartet.

Wilfremde beglückwünschen sich. Dann gibt’s die Medaille. Jetzt nur noch ab zum Verpflegungsstand und in trockene Klamotten. In der Ruhepause machen sich schnell die Schmerzen in Muskeln und Gelenken bemerbar. Aber die ganze Atmosphäre und das Drumherum lenkt ab. Beim Einschalten des Handys kommen unzählige Nachrichten. Familie und Freunde haben am PC mitgefiebert. Man konnte durch Eingabe der Startnummer die Zeiten live einsehen.

Dann geht’s ins Hotel. Duschen. Noch ein Abschlussdrink. Und dann ab in den Bus Richtung Allgäu. Beim Aussteigen tut alles weh. Das Treppensteigen besonders. Aber egal. Für so ein unvergessliches Erlebnis – jederzeit wieder.

Herzlichen Dank an das Trainerteam von Sport Reischmann. Ohne die Betreuung und den Trainingsplan wäre dies nicht in dieser Zeit möglich gewesen. Und am Ende war es dann sogar Platz 7328 (oder so ähnlich). Ich freu mich und bedank‘ mich vielmals bei der AZ für den tollen Gewinn.“

 

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