Transalpine Run: Fünf Podestplätze für Teams mit Allgäuer Beteiligung!

GORE-TEX TRANSALPINE RUN
Siegten souverän bei den Senior Masters: Thomas Miksch und Michael Sommer. Fotos: Charles Abarr

Beine hochlegen. Es ist geschafft! Die Allgäuer Teilnehmer haben beim Transalpine Run  von Oberstdorf nach Latsch/Südtirol einmal mehr für Furore gesorgt. Insgesamt wurden nach 260 Kilometern und knapp 16000 Höhenmetern im Aufstieg in fünf Wertungsklassen fünf Podestplätze mit Allgäu-Beteiligung erzielt!

Einmal mehr garantierte Anton Philipp (Weitnau-Rechtis) eine Top-Performance. In der Klasse Master Man (beide Läufer zusammen mindestens 80 Jahre alt) holte er sich zum vierten Mal den Gesamtsieg. Gemeinsam mit Thomas Geisenberger aus Burgberg konnte er in den acht Etappen insgesamt mehr als 15 Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierten herauslaufen. Sieben Tage lang hieß das Duell Deutschland gegen Italien, ehe sich auf der vorletzten Etappe Philipp/Geisenberger an die Spitze setzten und zum Abschluss mit einem souveränen Tagessieg alles klar machten. In 30:17:58 Stunden holten sie den Gesamtsieg vor den Italienern Anton Steiner  und Klaus Wellenzohn. Mit Christian Stork (Rettenberg) und Steffen Walk (Martingszell) stand ein weiteres Allgäuer Teams mit Platz drei auf dem Podest. Das Oberallgäuer Duo beendete die Tortur in 33:10:42 Stunden.

Eine souveräne Siegesserie gelang dem Duo Thomas Miksch (Kempten) und Michael Sommer (Oberostendorf). In der Klasse Senior Master (beide Läufer zusammen über 100 Jahre alt) gewann es alle acht Etappen! Am Schluss hatten Miksch/Sommer in 32:22:04 Stunden mehr als zwei Stunden Vorsprung auf die Italiener Rudi Schöpf und Florian Kuppelwieser. Der dritte Platz ging an ein Duo mit Allgäuer Beteiligung: Jörg Schreiber (Kempten) und Gerald Rüschenpöhler (Hildrizhausen) erkämpften sich ebenfalls souverän den Stockerlplatz in 35:23:14.

GORE-TEX TRANSALPINE RUN
Die Allgäuer Frauen zeigten Biss: Gitti Schiebel (rechts) belegte mit ihrer Partnerin Ildiko Wermescher Platz drei. Gerti Ott (links) und Sabine Kraus wurden Sechste.

Bei den Frauen bewahrheitete sich, was Gitti Schiebel aus Immenstadt schon im Vorfeld angekündigt hatte: Das Feld war so stark besetzt wie nie zuvor. An der Spitze zogen Silvia Serafini (Italien) und Oihana Kortazar Aranzeta (Spanien) einsam ihre Kreise. Mit acht Tagessiegen und insgesamt fast 3:30 Stunden Vorsprung auf die Zweitplatzierten Italienerinnen Tamara Lunger und Annemarie Gross holten sich die beiden bei ihrer ersten Teilnahme überlegen den Gesamtsieg. „Auch wenn es vielleicht nicht den Eindruck macht, auch wir sind sehr müde und froh, das Rennen geschafft zu haben”, sagten sie im Ziel. Die Vorjahressiegerinnen Gitti Schiebel/Ildiko Wermescher belegten diesmal den dritten Platz in 37:40:43 Stunden. Gwendolin Waibel (Sonthofen) und Isabella Schmöger (Niederösterreich) erkämpften bei ihrer gemeinsamen Premiere einen starken vierten Platz, hatten in 39:42:53 aber bereits einen deutlichen Rückstand auf die Stockerlplätze.

Für einen Allgäuer Podestplatz bei den Männern reichte es in diesem Jahr (noch) nicht. Doch das könnte sich in den kommenden Jahren ändern, sofern Constantin Pade und Philipp Schädler (Rettenberg) weiterhin derart furios laufen, wie bei ihrer ersten gemeinsamen Teilnahme. Das Duo landete auf Platz vier bei den Männern und erzielte in 29:12:17 die schnellste Zeit unter allen Allgäuer Teams. Den Sieg holten sich beiden Dominatoren Cameron Clayton (USA) und Dimitris Theodorakakos (Griechenland). Das Profi-Team triumhierte in 27:19:55 vor den Spaniern Manuel Merillas und Pablo Villa  (27:50:07) und dem deutsch-spanischen Duo Philipp Reiter und Tofol Castaner Bernat (28:13:46).