So lief das Wochenende: Von Marathon-Party bis Weltrekord!

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Lud zur Marathon-Party: Marathoni Bernhard “Bam” Epple feierte in der Gifthütte seinen 42,195. Geburtstag. Fotos: T.S.

IMG_1028Kondition hat er. Das muss man neidlos anerkennen. Bernhard “Bam” Epple aus Kaufbeuren zählt nicht nur beim Marathon-Lauf zu den Aktivposten im Allgäu, sondern bewies seine Ausdauer am Freitag auch als Gastgeber der Marathon-Party. Der Wirt der “Gifthütte” in Kaufbeuren, der vor einer Woche noch als Finisher in einer tollen Zeit beim Voralpenmarathon in Kempten glänzte, feierte seinen 42,195 Geburtstag in besonderem Rahmen.  Jeder Gast erhielt eine Startnummer, ehe er sich zur Pastaparty mit Livemusik des fulminanten Akkustik-Duos “Rob’n’Roll” (“uns gibt’s seit 19 Jahren, aber seit 18 Jahren üben wir nicht mehr”) von Wecker bis Metallica ins Getümmel stürzte.

Die Teller anIMG_1023 der üppigen Verpflegtungsstation waren schnell gefüllt – und die Gläser auch. Prost auf einen erfolgreiche Saison! Nicht nur die Gifthütten-Sportler in ihren grünen Trikots kamen auf ihre Kosten und rockten die Tanzfläche. Zielschluss war erst in den frühen Morgenstunden. Während manch ein Besucher zu diesem Zeitpunkt erschöpft und mit wackligen Beinen das Rennen beendete, war Bam noch immer topfit. Der Profi hatte sich die Langstrecken-Feier clever eingeteilt und den Abend mit alkoholfreiem Bier begonnen…

Während IMG_1021sich die Kaufbeurer Partygäste am Morgen noch erholten, stand in Oberstdorf bereits die nächste Station im Allgäuer-Ausdauer-Kalender an. Der 15. Mountainbike-Marathon in Oberstdorf lockte 650 Starter auf die unterschiedlichen Strecken. Der Sieg über die Königsdisziplin von 59 Kilometern ging einmal mehr an Profi Markus Kaufmann aus Meckenbeuren. “Die Strecke war gut zu fahren und ich glaube, ich habe noch nie mit einem so großen Vorsprung gewonnen”, sagte der 32-Jährige im Gespräch mit Laura Heisig bei der Zielankunft nach 2:44:56 Stunden.

MTB-Marathon rund um Oberstdorf
Foto: Charly Höpfl

Für die beste Allgäuer Platzierung sorgte Lysander Kiesel auf Platz zwölf. Die Brüder Matthias und Christian Baldauf aus Sonthofen kamen als 18 bzw. 13 ebenfalls unter die Top 20. Großer Abräumer aus Allgäuer Sicht war der RSC Auto Brosch Kempten. Auf der Marathon-Strecke (52 Kilometer) holten Florentine Striegl (2:24:20) und Rainer Rettner (1:55.09) Siege für die Kemptener. Ein weiterer Erfolg gelang ihrer Teamkollegin Esther Horn, die auf der Mittelstrecke (31 Kilometer) in 1:38:04 nicht zu halten war. Mit einem sechsten Platz auf der Marathon-Strecke rundete Robert Wittmann das starke Ergebnis des RSC ab.

Am Sonntag folgte dann der große Showdown beim 40. Berlin-Marathon, der zum Glück für alle, die keinen Startplatz erhalten hatten, in der ARD übertragen wurde. Somit konnten viel zum ersten Mal unseren Autoren Niels Bubel in Aktion sehen. Der 25-Jährige, der mit einer neonleuchtenden Mütze ins Rennen startete und somit nicht zu übersehen war, machte als Hase für Irina Mikitenko einen klasse Job und wurde von den TV-Kommentatoren um Dieter Baumann mehrfach gelobt.

Mit großen Schritten und viel Übersicht wurde der 1,87 Meter große Läufer zum “Manager” der Gruppe um Mikitenko, die er über 30 Kilometer führte. Somit sparte die 41-jährige Spitzenläuferin Kraft und konnte am Schluss ihr großes Ziel verwirklichen. In 2:24:54 Stunden belegte sie nicht nur einen ausgezeichneten dritten Platz hinter den Kenianerinnnen Florence Kiplagat (2:21:13) und Sharon Cherop (2:22:28), sondern stellte zugleich einen neuen Altersrekord in der Klasse ab 40 Jahren auf. “Ich bin schon 41, aber das sagt nichts. Ich fühle mich wie 20 mit 20 Jahren Erfahrung”, sagte sie.

Ihre erste Frage im Ziel lautete freilich: “Hat Wilson es geschafft?” Und: Ja, das hat er! In 2:03:23 Stunden lief der Kenianer Wilson Kipsang neuen Weltrekord und kassierte dafür 90 000 Euro. Nur einer störte bei diesem Wahnsinnsrennen: Der Idiot, der vor Kipsang ins Ziel rannte. Die Organisatoren übergaben den Störenfried an die Polizei. Hoffen wir, dass er zu Marathon-Läufen in Serie verurteilt wird – am besten unter der sengenden Sonne Kenias.

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