Allgäuer Aufsteiger-Duo Pade/Schädler: „Der Transalp war wirklich ein schöner Urlaub!“

Transalin Run
So sehen (gefühlte) Sieger aus: Constantin Pade und Philipp Schädler belegten Platz vier beim Transalpine Run und waren das schnellste Allgäuer Duo.

Der Transalpine Run 2013 ist Geschichte. Doch dieses Duo wird sich noch lange daran erinnern. Constantin Pade aus Petersthal (Oy-Mittelberg) und Philipp Schädler aus Rettenberg waren die Senkrechtstarter unter den Allgäuer Teams. Die beiden 26-Jährigen liefen nicht nur die beste Zeit (29:12 Stunden) unserer regionalen Teilnehmer, sondern belegten bei ihrer Premiere nach acht kräftezehrenden Etappen Platz vier bei den Männern. „Das war eine perfekte Woche. Das einzige, was vielleicht noch gefehlt hat, war ein Podestplatz. Aber wir sind nun mal keine Profis“, ziehen die beiden Aufsteiger Bilanz. Ebenso überraschend wie ihr starkes Ergebnis klingt (zumindest für Hobbyläufer…) ihre Rückschau auf die Alpen-Tortur: „Das Transalp war wirklich ein schöner Urlaub.“

Zieleinlauf_Tag8Das Geheimrezept der beiden Kumpels: „Wir haben unseren Rhythmus gefunden. Das war das A und O bei diesem Wettkampf.“ Außerdem verstanden sie sich bestens – trotz der Strapazen, die bei manch‘ anderen Teams schon zu Zerwürfnissen führten: „Wir sind  Freunde und sehr oft zusammen unterwegs. Das hat sich beim Transalp ausgezahlt“, erzählt Constantin Pade, der gebürtig aus Memmingen kommt. Der Außendienstmitarbeiter beim Sportartikelhersteller Dynafit hat seinen Kompagnon – wie könnte es anders sein? – bei einem Berglauf kennengelernt. 2010 bewältigten sie den Gebirgsmarathon in Immenstadt quasi auf Tuchfühlung und merkten spätestens im Ziel: „Das passt.“

Bergsprint_Tag5 Seither haben sie viele Einheiten gemeinsam trainiert. In der Vorbereitung auf den Transalp beispielsweise auch mit den Allgäuern Anton Philipp und Thomas Geisenberger, die in der Master-Klasse gewannen. „Da bestand von Anfang an null Konkurrenz. Wir haben uns gegenseitig gepuscht. Auch im Wettkampf. Das ist schon eine tolle Erfahrung“, sagt Pade, der im Vorjahr mit einem zweiten Platz beim Zuspitz-Ultratrail auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Sein Kumpel Philipp startete in diesem Jahr voll durch und gewann u.a. den Widdersteinlauf und den „Silvretta 3000“ in Österreich. Der Student an der FH Kempten (Energie- und Umwelttechnik), der aus der Nähe von Ulm stammt, hat sich genau wie Pade auf Trailrun und Bergläufe spezialisiert. Kein Wunder, dass den beiden die vorletzte Etappe beim Transalp als schwierigste in Erinnerung bleibt. „Da ging es ewige Kilometer auf einem Fahrradweg entlang. Das hatte mit Berglauf eher weniger zu tun“, sagt  Pade schmunzelnd.

Ralaxen_Tag2 Dass sie den Transalp – zumindest im Nachhinein – als Urlaub empfanden, hatte vor allem mit der Zeit nach den Etappenankünften zu tun. „Wir waren jeden Tag zur Mittagszeit im Ziel und haben uns den restlichen Tag meistens in einem Hotel- oder Pensionszimmer erholt. Laptop auf dem Bauch, Pferdesalbe auf den Beinen und Recovery Shakes in den Trinkflaschen.“ Dass sie in den Kampf um die Spitze (noch) nicht eingreifen konnten, gewannen sie übrigens durchaus positives ab: „Die Podestplätze gingen immer an die gleichen drei Teams. Somit mussten wir abends nie zur Siegerehrung bleiben, sondern konnten gleich nach dem Abendessen wieder ins Bett.“

Immerhin blieben ihnen somit genug Kraftreserven für einen gebührenden Transalp-Abschluss nach dem Zieleinlauf: „Es folgten einige Bier auf nüchternen Magen, ein Kneipp-Bad im Dorfbrunnen, Essen, Siegerehrung, Party bis in den frühen Morgen – und das beruhigende Gefühl am kommenden Tag nicht um 7 Uhr morgens Vollgas losrennen zu müssen“, beschreiben die Senkrechtstarter ihr ganz persönliches Finish. Mittlerweile haben sie sich von den Strapazen erholt und können sich eine Transalp-Wiederholung gut vorstellen. Vielleicht springt dann ja sogar die eine oder andere Podestplatzierung heraus. Vorausgesetzt, die Siegerehrung findet nicht zu spät am Abend statt…

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