Bodenseequerung: Hamza bringt Baumgartner Glück

Schwimmen, Hamza
Hamza drückte Bruno Baumgartner die Daumen.

Zum zweiten Mal hat ein Schwimmer den Bodensee seiner Länge nach ohne Neoprenanzug durchquert und sich dabei dem strikten Reglement des Veranstalters „Bodeenseequerung“ unterworfen. Der Schweizer Bruno Baumgartner benötigte für 64 Kilometer von Bodman nach Bregenz knapp über 24 Stunden. Trotz einer Wassertemperatur von nur 18,8 Grad schwamm er nur mit Badehose und Badekappe bekleidet. Mit warmen Getränken und Bouillon trotzte er der Kälte und sprach später von den „anstrengendsten Stunden meines Lebens“ im Interview mit swim.de. Die Bestzeit, die der frühere Weltklasseschwimmer Christof Wandratsch aus Haiming im Juli mit 21:41 Stunden aufgestellt hatte, blieb freilich unangetastet. Der 44-Jährige Baumgartner war dennoch überglücklich – und dazu trug auch ein Allgäuer bei. Der 41-Jährige Hamza Bakircioglu aus Sonthofen, der Anfang August mit seinem Versuch am „schwäbischen Meer“ gescheitert war, wünschte Baumgartner beim Start alles Gute. Für Hamza war die Anreise Ehrensache. Für den Schweizer wirkte das wie ein Energieschub. „Ja, das war ein sehr emotionaler Moment. Hamza ist extra mit der Familie angereist, um mich zu verabschieden. Ich honnte mir gut vorstellen, wie er sich dabei fühlen muss.“

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