Triathlon: Seriensieger Martin Schädle über sein Erfolgsrezept

Triathlon Ottobeuren
Martin Schädle. Foto: Siegfried Rebhan

Das Triple ist geschafft! Triathlet Martin Schädle vom TV Memmingen strahlt mit der Sonne um die Wette. Der 26-Jährige hat am Wochenende zum dritten Mal den Unterallgäu-Triathlon in Ottobeuren gewonnen. Über die olympische Distanz siegte er mit deutlichem Vorsprung in 1:56:56 Stunden vor Lukas Schüßler (TV Immenstadt, 1:58:38) und Tobias Baur (RSC Auto Brosch Kempten, 2:01:28). Nach dem Gewinn der schwäbischen Meisterschaft vor Kurzem in Lauingen trumpfte Schädle erneut auf. Zudem liegt der mit dem TV Memmingen als Aufsteiger auf Platz zwei der Regionalliga. Wir sprachen mit dem Ausdauer-Ass, das in Freiburg als Prozessentwicklungsingenieur im Bereich Medizintechnik arbeitet, über sein Erfolgsgeheimnis.

Glückwunsch zum dritten Sieg beim Unterallgäuer Triathlon! Die Strecke scheint Dir zu liegen….

Schädle: Ja, das stimmt. Rad- und Laufstrecke liegen mir sehr. Zudem ist Ottobeuren ein Heimspiel für mich mit vielen Bekannten am Streckenrand.

Du kamst mit einem deutlichen Vorsprung von fast zwei Minuten auf  Lukas Schüßler ins Ziel. Was macht Dich so stark?

Schädle: Ich habe in diesem Winter viel fürs Schwimmen gemacht. Die Erfahrung kommt hinzu. Ich bin strategisch stabiler. Das heißt: Ich kenne meine Konkurrenten und lass mich nicht so leicht schocken, wenn der eine oder andere zwischenzeitlich die Führung übernimmt…

Wie lautet Dein Erfolgsrezept im Training?

Schädle: Ich trainiere inzwischen mit mehr Kontrast. Ich unterscheide noch bewusster zwischen sehr intensiven Einheiten und Grundlagentraining. Zu den intensiven Einheiten gehört auch Laufen auf der Bahn, was nicht jedem Triathleten liegt. Ich laufe zum Beispiel 8×200 Meter und lasse dann 4-6×1000 Meter folgen. Danach laufe ich 45 Minuten locker aus. Diese harten Einheiten zahlen sich aus – gerade zum Ende des Rennens hin. In Ottobeuren wurde ich von einigen gefragt, woher ich so viel Luft für den Zielsprint hatte.

Wie sehen Deine Trainingsumfänge aus?

Schädle: Derzeit komme ich pro Woche auf: 9 Kilometer Schwimmen, 350 Kilometer Radfdahren und 50 bis 60 Kilometer Laufen. Mich puscht es unheimlich, dass wir mit dem TV Memmingen in der Liga so weit oben stehen. Zwei Wettkämpfe vor Saisonschluss haben wir die Chance, Erster zu werden und in die 2. Liga aufzusteigen. Das spornt gewaltig an. Auf der Liga liegt jetzt klar der Fokus!

Welche Saisonziele hast Du sonst noch?

Schädle: Ich möchte den Mitteltriathlon am 4. August in Erlangen bestreiten und hab’ die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft im Cross-Duathlon am 5. Oktober am Eichelberg fest eingeplant. Den Bayern-Titel habe ich im Cross-Duathlon heuer bereits gewonnen. Momentan überlege ich noch, ob ich mich für den Allgäu-Triathlon am 20. Juli in Immenstadt anmelde.

Du hast schon zahlreiche Top-Platzierungen eingefahren. Kannst Du Dir einen Sprung zu den Profis vorstellen, wie ihn ja beispielsweise Dein TVM-Kollege Christian Brader vollzogen hat?

Schädle: Ich finde den Gedanken sehr spannend, wenngleich ich auch so viel zu tun hab (lacht). Ich forciere da jetzt nichts: Aber wenn mir jemand ein entsprechenendes Angebot macht, würde ich mir das zutrauen.

Dein langfristiges Ziel?

Schädle: Mein Traum: Bevor ich 30 Jahre werde, möchte ich mich für die Ironman-WM auf Hawaii qualifizieren. Meinen bislang einzigen Ironman habe ich 2011 in Regensburg in 9:29 Stunden bestritten. Ich denke, da geht noch mehr…

P.S.: Einen Bericht über den Unterallgäu-Triathlon findet ihr in der heutigen AZ-Ausgabe.

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