Nebelhorn-Berglauf: Beine hoch gibt’s erst danach

Nebelhornbahn
Archiv-Foto: Ralf Lienert

Nauf goht’s – und zwar gnadenlos:  Mit einer Länge von 10,5 Kilometern, einer Höhendifferenz von 1406 Metern und mit bis zu 60 Grad Steigung zählt der Nebelhorn-Berglauf  zu den schwierigsten Rennen – nicht nur in unserer Region. Der Start der 14. Auflage erfolgt am Sonntag 9.15 Uhr am Marktplatz in Oberstdorf. Von dort geht es hinauf bis zur Gipfelstation. Der Streckenrekord von Eckhard Wagner (LT Mössingen) steht bei 1:00:30 Stunden. Das Rennen ist zugleich schwäbische Berglaufmeisterschaft. Die Veranstalter vom TSV Oberstdorf erwarten 300 Teilnehmer.  Nur wer es bis zur Gipfelstation geschafft hat, darf danach die Beine so entspannt hochlegen, wie diese Urlauber. Zu den Favoriten zählen laut den Organisatoren bei den Frauen Monica Carl (LG Welfen), Nadine Hailer (TSV Moosbach) und Alexandra Hagenauer (Ratholz). Bei den Männern tauchen in der Anmeldeliste folgende Top-Läufer aus der Region auf: Dr. Alexander Hirschberg (TV Jahn Kempten), Manfred Berktold (TV Hindelang), Seppi Neuhauser (Tri-Team Kleinwalsertal) und Peter Pulfer (Ofterschwang, Allgäu Outlet Raceteam). Der eine oder andere Rivale kann sich natürlich noch kurzfristig vor Ort anmelden. Wer sich keinen Schnitzer erlaubt, wird mit Schnitzkunst belohnt: Der Oberstdorfer Künstler Andreas Ohmayer hat den neuen Wanderpokal geschnitzt, der pünktlich zum 125. Geburtstag des TSV Oberstdorf vergeben wird.

Wo wir schon bei Bergläufen sind, sollte ein Ergebnis nicht unerwähnt bleiben. Philipp Schädler (26, Kempten) war bester Alllgäuer beim 11. Graubünden-Marathon in der Schweiz. Er belegten den fünften Platz in 3:13:28 Stunden und war zudem Schnellster in seiner Altersklasse. Steffen Wittmann (26, Laufarena Nesselwang) wurde Gesamt-Neunter in 3:30:11. “Gestartet wurde über 40 Kilometer mit 2068 Höhenmetern. Die Strecke konnte leider nicht originalgetreu gelaufen werden, da im eigentlichen Zielbereich, dem Parpaner Rothorn noch gut 2,5 m Schnee liegen und Temperaturen um -4° C”, berichtet Wittmann und weiter: “Eine Ersatzstrecke wurde daher von Chur über Churwalden nach Vabella, rund um den Heidsee herangezogen. Nach Durchquerung von Lenzerheide ging es bis ins Ziel nach Scharmoin-Mittelstation der Parpaner Rothornbahn auf 1900 m. Das Wetter mit Nieselregen war insgesamt durchwachsen.” Ganz anders also als die Leistung der beiden Allgäuer…

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