Großer Andrang beim Radmarathon im Tannheimer Tal

Flexenpass, Arlbergpass, Hahntennjoch und Gaichtpass – 2940 Höhenmeter, 230 Kilometer. Das sind die Eckpfeiler des Rad-Marathon im Tannheimer Tal, der am kommenden Sonntag stattfindet. „Kein Pappenstiel“, weiß Österreichs ehemaliger Mountainbike-Nationaltrainer, Michael Keller. Bereits zum fünften Mal organisiert er die Breitensportveranstaltung, bei der auch dieses Jahr etwa 1800 Radler in die Pedale treten. Drei Favoriten starten auf der 230-Kilometer-Runde. „Emanuel Nösig aus dem Öztal dominiert im Moment jeden Radmarathon. Aber auch Andreas Traxl aus St. Anton ist brutal stark. Gespannt darf man auch auf das antreten des zweimaligen Siegers Stefan Kirchmair sein. „Er hat sich erst kürzlich das Schambein gebrochen, versucht aber dennoch seine Siegesserie fortzusetzen“, sagt Keller. Start ist um 6 Uhr an der Touristinfo in Tannheim.

Gegenüber den 2940 Höhenmetern der großen Runde, sind die 930 Höhenmeter der kleinen 130-Kilometer-Runde ein „Zuckerschlecken“ (Start 7 Uhr). Am Schluss der Strecke wartet zwar auch der Gaichtpass auf die Pedaliere, aber „die kurze Distanz geht so dahin“, weiß Max Wentz. Der 77-Jährige war im vergangenen Jahr der älteste Teilnehmer. Wobei das Allgäuer Radurgestein diese Strecke quasi mit einem Fuß radelt. „Eineinhalb Stunden habe ich 2012 meinen Schwiegersöhnen abgenommen. Die sind heuer jetzt extra nach Italien ins Trainingslager gefahren“, witzelt Wentz. Bloß schade, dass der aus Tannheim bei Memmingen stammende Radler dieses Mal nicht beim Rad-Marathon am Start ist. Er tritt bei einem Rennen mit einer Masters-Wertung 60 in Reute bei Freiburg an. Dann muss das Familienduell eben auf nächstes Jahr verschoben werden…

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