Dominik Berger: “Perfektes Rennen in Frankfurt”

Dominik Berger gelang ein starkes Rennen in Frankfurt. Vor allem mit dem abschließenden Marathon war er mehr als zufrieden. Fotos: Steffen Rupp

Höhenflug zwischen Hochhäusern: Triathlon-Profi Dominik Berger  aus dem Kleinwalsertal gelang beim Ironman Germany in Frankfurt eine neue persönliche Bestzeit. In 8:32:23 Stunden finishte er den siebten Ironman (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,195 km Laufen) seiner Karriere und unterbot seine bisherige Bestmarke um elf Minuten. “Das war ein perfektes Rennen”, schwärmt der 30-Jährige noch Tage später begeistert. Einziger Wermutstropfen: Mit dem 17. Platz im Feld der Profis verfehlte er nur knapp sein persönliches Ziel (“Top 15”) und muss weiter um die Qualifikation zur Weltmeisterschaft im Oktober auf Hawaii kämpfen. “Der Wettkampf war sehr stark besetzt. Das war für mich natürlich nicht so toll”, zieht er Bilanz. Der überlegene Sieger Eneko Llanos aus Spanien blieb in 7:59:58 Stunden sogar unter der magischen 8-Stunden-Marke.

Ob Dominik ein Fass öffnet, wenn er die Hawaii-Quali erstmals packt, ist nicht überliefert. Einen kleinen Schoppen hat er sich nach der Top-Zeit von Frankfurt allemal verdient.

Da Berger in Frankfurt “nur” 200 Punkte bekam, steht er auf Platz 75 der Rangliste und muss quasi in die Verlängerung. “Ich muss noch mal einen Ironman bestreiten. Entweder ich starte bis Ende August in Schweden oder in Kanada. Ich hoffe, bei einem der beiden Wettkämpfe die nötigen Quali-Punkte zu sammeln”, sagt Berger. Die besten 40 der Rangliste sind Ende Juli automatisch für Hawaii gesetzt.  Vor einem weiteren Einsatz ist Berger allerdings nicht bange. “Mein Körper kann mit den mit der Belastung umgehen. Das habe ich in Frankfurt gespürt – und vor allem auch in den Tagen danach: Ich habe weder Schmerzen noch muskuläre Probleme”, sagt der bestplazierte Österreicher der EM in Frankfurt, der mit seinen Split-Zeiten mehr als zufrieden war: 46:11 (12.), 4:36:23 (18.), 3:05:49 (36.). Vor allem den abschließenden Marathon steckte er bestens weg. “Die letzten fünf Kilometer bin ich in knapp über 21 Minuten gelaufen. Da haben sich die vielen 3-Stunden-Läufe im Training ausgezahlt”, sagt Berger, der seine dritte Saison über die Langstrecke bestreitet.

Frankfurt war sein dritter Ironman in dieser Saison. Fleißig Punkte sammelte er bereits im April mit Platz acht beim Ironman South Africa (8:43:53) und im Mai mit Platz 15 beim Ironman Texas (9:07:31). “Es ist die erste Saison, in der ich Hawaii wirklich in Angriff nehmen”, sagt der Kleinwalsertaler, der sich in den nächsten Tagen auf anderem Terrain anstregen muss: Der Student der Wirtschaftswissenschaft in Innsbruck bereitet sich auf die letzten Bachelor-Prüfungen im Fach Mikroökonomie vor.

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