Coole Sprüche, heiße Typen: Unsere Hitliste nach dem großen Ausdauer-Wochenende im Allgäu

RadimpressionenEs war ein schweißtreibendes Wochenende für die Ausdauersportler im Allgäu. Und, ehrlich gesagt, auch für die Blog-Berichterstatter von Immenstadt bis Füssen. Wer sich bei Temperaturen um die 30 Grad auf die Jagd nach Fotos und Stimmen begibt, sehnt sich danach mindestens genauso nach einer kalten Dusche wie Triathleten, Läufer und Organisatoren. Spaß gemacht hat es trotzdem. Nichtzuletzt dank der Kuriositäten am Rande der Großveranstaltungen. Anbei unsere Hitliste der coolsten Typen und Sprüche.

 Dan Kaki war beim Halbmarathon in Füssen nicht zu übersehen. Das Outfit des 55-Jährigen hat so gar nichts mit der handelsüblichen Funktionalität zu tun. DanDer Elektro-Ingenieur aus Freising lief 21,1 Kilometer in Bermuda-Hose und kurzärmligem Baumwollhemd! “Das ist sehr praktisch. Das Hemd kann man immer aufknöpfen, wenn es warm werden sollte. Und wenn man die Hose vollschwitzt, ist es auch egal”,  verriet der durchtrainierte Sportler, der seit 40 Jahren läuft und nach 1:50:48 das Ziel erreichte. Nicht nur sein Outifit, sondern auch seine früheren Bestzeiten können sich sehen lassen: 1:15 Halbmarathon, 2:38 Marathon, 10:38 für 100 Kilometer! Und ab wann gibt es den Baumwoll-Style zu kaufen? “Vielleicht sollte ich mal einen Internet-Versand aufziehen”, meinte Kaki lachend und versprach, allgaeu-ausdauer.de darüber auf dem Laufenden zu halten…

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Daniele AlimontiEin wahres Triple-Wochenende liegt hinter Daniele Alimonti. Der Italiener war extra aus Italien angereist, um sich beim Laufen die volle Breitseite zu geben. Auf den 10-Kilometer-Run (50:40 Minuten) am Samstagnachmittag ließ er den Halbmarathon (2:19:32 Stunden) am selben Abend folgen, ehe er am Sonntag beim Marathon (4:36:42) noch einmal alles gab. Das Motto des 47-Jährigen aus Rom? “Alle Wege führen nach Füssen…”  Auch Sieger Daniel Kiptum war begeistert vom Ostallgäu: “Ich hab’ auf der Strecke sogar Wasser gesehen. Viel Wasser!”, sagte der Kenianer über den Forgensee.

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Nicht zu übersehen war eine Laufgruppe aus Oberostendorf. Die rund 35 Teilnehmer IMG_4063starteten alle in knallgelben T-Shirts beim Zehnkilometerlauf. Die Besonderheit: Die meisten der Hobbysportler haben erst vor kurzem angefangen zu trainieren. Für sie war es der erste Wettkampf. “Was wir uns wünschen? Einfach nur durchkommen”, sagte Ursula Sticker. Sie hatte sich ein Zeitlimit von 1:20 Stunden gesetzt. Am Ende war sie glücklich. Die Premiere gelang ihr in nur 1:09 Stunden unter der geplanten Zeit.

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 Voll in seinem Element war Moderator Martin Harbauer, der sich in Füssen den Meistertitel in der Kategorie Namenswitze sicherte. Kostprobe: “Und hier kommt der Ringo ins Ziel. Ringo, heute bist Du der Star(r).”

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Schwenk nach Immenstadt: Dort trumphierte mit der 44-jährigen Bettina Lange aus Bergfeld-Stegen ausgerechnet ein Nordlicht über die olympische Distanz im Alpenvorland. Die Altersklassen-Weltmeisterin aus Schleswig-Holstein meine nach ihren Triumph in 2:29:57,4 Stunden: „Bei uns zu Hause liegt der höchste Berg auf 75 Höhenmeter. Hier sind es ein paar. Aber dafür trainiere ich oft bei Gegenwind.” Wir freuen uns schon jetzt auf  Berichte über die ersten Allgäuer Triathlon-Ehrgeizlinge/innen, die im Windkanal trainieren…

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Beste Allgäuer MitteldistanzWo wir schon bei Berichten sind: Den nötigen Kick für eine klasse Leistung und das beste Allgäuer Ergebnis über die Mitteldistanz holte sich Alfred Ledermann vom RSC Auto Brosch Kempten bei der Lektüre von der Allgäuer Zeitung und allgaeu-ausdauer.de: “Nachdem ich da überall als Favorit für das beste Allgäuer Ergebnis genannt wurde, musste ich mich ja anstregend”, meinte der 38-Jährige nach seinem 15. Platz in 4:26:20 schmunzelnd. Zu seinen ersten Gratulanten zählten Sohn Max (3) und Axel Reusch vom TV Immenstadt.

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Dass Immenstadt eine Triathlon-begeisterte Stadt ist, dürfte sich herumgesprochen haben. Ein bisschen zu weit ging allerdings eine Ausdauersportlerin mit norddeutschem Akzent. Sie meinte im Ziel: “Die haben hier sogar eine Straße nach der Wellington benannt.” allgaue-ausdauer.de  ging der Sache nach und fand heraus: 2013-07-20 06.38.26Es gibt tatsächlich eine Wellington-Straße. Doch sie ist (noch) nicht der vierfachen britischen Weltmeisterin Chrissie Wellington gewidmet, sondern der Partnerstadt von Immenstadt: Wellington in Sommerset, Great Britain. Einen Beweis dafür, dass der Ausdauersport im Rathaus angekommen ist, erbrachte indes Bürgermeister Armin Schaupp, der als Staffel-Schlussläufer mit der Stadt Immenstadt immerhin Platz 14 belegte. “Wenn die von der Verwaltung doch immer so schnell wären…”, meinte ein Zuschauer in verschmitztem Allgäuer Humor und hatte die Lacher auf seiner Seite.

 

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