Brader hakt Hawaii für dieses Jahr ab

Triathlon Ottobeuren
Haderte beim Ironman Austria ausgerechnet mit seiner Paradedisziplin Radfahren: Christian Brader. Archiv-Foto: Siegfried Rebhan

Die 13 gilt ja nicht gerade als Glückszahl. Profi-Triathlet Christian Brader jedenfalls brachte sie alles andere als Freude: Der 33-Jährige hakte nach seinem 13. Platz beim Ironman Austria in Klagenfurt den Traum von der diesjährigen Teilnahme an der Weltmeisterschaft auf Hawaii ab! “Lieber greife ich 2014 voll an”, sagte der 33-Jährige aus Memmingen, der für das Team Erdinger Alkoholfrei startet. Mit seiner Zeit von 8:35:41 Stunden war er nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42 km Laufen zwar zufrieden. Doch das Ergebnis vermieste dem sechmaligen WM-Teilnehmer die Freude: “Ich hatte auf einen Platz unter den  Top 5 gehofft. Aber die Konkurrenz wird immer stärker”, sagte Brader. Den Sieg holte sich sein Trainingskollege Andreas Raelert aus Rostock in 7:59:51 vor Maik Twelsiek (8:11:36). Brader will nicht aufgeben. Sein neues Ziel: Hawaii 2014.

Nach einer überraschend guten Schwimmleistung haderte er in Kärnten ausgerechnet mit seiner Paradedisziplin Radfahren. “Ich war in einer großen Gruppe gefangen und habe nicht meinen Rhythmus gefunden. Ich hätte mehr Druck machen müssen. Aber ich  war zu schlecht, um alleine nach vorne zu fahren”, sagte Brader selbstkritisch. Dass er auf dem Rad unter seiner Normalform blieb, habe möglicherweise mit den Umstellungen im Training zu tun. “Ich denke aber, die zahlen sich langfristig aus.  Das hat man beim Schwimmen und Laufen  ja gesehen”, meint er. Theoretisch könnte der Allgäuer zwar bei weiteren Ironman-Rennen die Quali auf den letzten Drücker noch schaffen. Doch einen derartigen Endspurt will er sich ersparen. “Klar könnte ich noch zwei Rennen einbauen, dafür durch die Weltgeschichte fliegen und vielleicht noch das Ticket lösen. Aber dann wäre ich auf Hawaii nicht mehr konkurrenzfähig”, sagt er.

Zumal die bisherige Quali-Rennen unter keinem guten Stern standen. Beim Ironman 70.3 in St George/Utah (USA) schied er nach einem technischen Defekt aus. Ebenfalls beim Radfahren erlebte er dann beim Ironman Texas ein Ärgernis: Erstmals in seiner Karriere bekam er wegen Windschattenfahrens eine Zeitstrafe aufgebrummt. Der Vier-Minuten-Penalty brachte ihn buchstäblich aus dem Tritt – und er blieb als 19. unter seinen eigenen Erwartungen. Noch härter kam es in Rapperswil/Schweiz. Wegen eines Erdrutsches wurde das Rennen abgesagt. “Man kann es nicht erzwingen”, bilanziert Brader, der nach wie vor den Allgäuer Ironman-Rekord hält: Vor drei Jahren kam er in Regensburg nach   8:25,30 Stunden ins Ziel.

Die Saison ist für ihn indes nicht vorbei, wie er betont. Möglicherweise gibt es sogar ein Heimspiel. “Vielleicht starte ich beim Allgäu-Triathlon am 20. Juli in Immenstadt. Aber das muss ich noch mit meinem  Trainer klären”, sagt er. Fakt ist: Bei den ersten Ironman-Rennen nach der WM im Oktober, die er wohl am Fernseher verfolgen wird, will er noch in diesem Herbst die ersten Punkte für  Hawaii 2014 sammeln.

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