Joey Kelly: “Weil sonst kein Idiot so einen Wahnsinn macht”

Joey Kelly
Gute Laune mit prominentem Gast: MCA-Präsident Ulrich Busch, Gastgeberin Margit Abt, Joey Kelly sowie der geschäftsführende Vorstand des Marketing-Clubs , Andreas Keller. Foto: Ralf Lienert

Ob die Songs der Kelly Family dazu geeignet sind,  Ausdauersportler zu beflügeln, darf bezweifelt werden. Ein Abend mit Joey Kelly ist es jedenfalls. Der mittlerweile 40-Jährige hat längst seinen eigenen Weg eingeschlagen: Er präsentiert sich als extremsportelnder Unterhalter und unterhaltender Extremsportler. Gestern Abend begeisterte er die Zuhörer auf Einladung des Marketing-Club Allgäu bei Abt Sportsline in Kempten.

Wenn Joey Kelly über „No Limits – Wie schaffe ich meine Ziele?“ spricht, dann geschieht das mit Temperament und Tempo. Genau so jagt er seinen abenteuerlichen Rekorden hinterher. Zum Beispiel, als er im November 2012 in 24 Stunden mehr als 50 000 Stufen gegen die Fahrtrichtung einer Rolltreppe hinaufstieg. Warum? „Weil sonst kein Idiot so einen Wahnsinn macht“, beschreibt er sein Lebensmotto.

Wer will da schon widersprechen? Die wunderbare Welt des Joseph Maria Kelly ist längst größer als ein ausverkauftes Stadion. Er lief zum Südpol („minus 40 Grad“). Rannte durch die Wüste („52 Grad im Schatten“). Bestritt zwischen 1998 und 1999 als einziger Triathlet acht Ironman (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42 km Laufen) in einem Jahr. Besiegte Rodl-Legende Schorsch Hackl bei der „Wok-WM“ von Stefan Raab. Sprang vom Zehn-Meter-Turm. Wanderte in 18 Tagen durch Deutschland, knapp 900 Kilometer von der Nordsee bis auf die Zugspitze, und ernährte sich dabei nur von dem, was die Natur hergab. Undsoweiterundsofort…

Die gesundheitliche Grenzwertigkeit seiner Abenteuer ist Joey Kelly freilich bewusst. Statt Ultra-Wettbewerben empfiehlt er Normalbürgern kürzere Distanzen. „Lieber fett und fitt als schlank und schlapp“, zitiert er seinen Schüler Reiner Calmund, den er immerhin dazu brachte, einen Halbmarathon zu walken.

Zum Abschluss eines kurzweiligen (von Abt Lifestyle organisierten) Abends erhielt Joey Kelly von MCA-Präsident Ulrich Busch und dem geschäftsführenden MCA-Vorstand Andreas Keller ein Überlebenspaket überreicht. „Ein super Sportler. Ein super Typ. Es war toll“, stimmte Busch eine Lobeshymne auf den Referenten an.

Nicht wenige Besucher nahmen es laut unseren Recherchen erleichtert zur Kenntnis, dass dieser darauf verzichtete, mit alten Kelly-Songs zu antworten.

(Einen ausführlichen Bericht findet Ihr in der morgigen Ausgabe der Allgäuer Zeitung.)

2 Gedanken zu „Joey Kelly: “Weil sonst kein Idiot so einen Wahnsinn macht”“

  1. Hi Tobi,
    dein Bericht trifft es sehr gut. Wirklich extrem was Joey Kelly betreibt, aber auch für den Amateur spannend zu sehen wie weit es gehen kann, wenn man seine Ziele konsequent verfolgt.

    Ich habs heute früh immerhin zum zweiten Mal raus geschafft 😉
    LG R.oland

    1. Hey Roland,
      sauber, dass Du den Worten gleich Taten folgen lässt! Bin gespannt, wie viele Mitglieder des Marketing-Club sich ebenfalls vom Lauffieber anstecken lassen. Etliche trainieren ja schon fleißig – oder arbeiten hinter den Kulissen bereits an der nächsten Ausdauer-Veranstaltung (z.B. dem 24. Triathlon Ottobeuren am 29. Juni). Wir werden das aufmerksam beobachten 😉
      Lg
      Tobi

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