Bodenseequerung: Wandratsch hofft auf wärmeres Wasser

Extremschwimmer Christof Wandratsch wird voraussichtlich Anfang Juli die Bodenseequerung der Länge nach (64 Kilometer) in Angriff nehmen. Der 46-Jährige aus Haiming in Oberbayern hofft auf Wasser-Temperaturen um die 20 Grad. Dies kündigte er im Gespräch mit  Reporter Roland Wiedemann an. Derzeit ist der Bodensee um die 15 Grad kalt. Wandratsch will das schwäbische Meer „als erster nach dem Reglement der Bodenseequerung ‚knacken'“.

Diese von einem Veranstalter aufgestellten Regel gelten als besonders streng. In die Wertung der Königsklasse der Längsquerung kommt nur, wer ohne „Neo“ schwimmt, das Begleitboot nicht berührt und von einem Beobachter des Veranstalters oder von einem Notar begleitet wird.

Die Herausforderung reizt Weltklasseschwimmer Wandratsch ungemein. Zumal im Vorjahr bei einem anderen Rekordvorhaben ein anderer schneller war. Der Ire Stephen Redmond, 47, vollendete im Juli 2012 als erster Mensch die sieben Meereswege („Ocean’s Seven“). Sie beinhalten Schwimmen in extremen Gewässern: Gemeistert werden muss der Moloka’i Channel auf Hawaii, die Cook-Straße in Neuseeland, der Ärmelkanal, der Catalina Channel in Kalifornien, die Straße von Gibraltar und der Irish Channel zwischen Schottland und Nordirland.

Am Bodensee nun will Wandratsch zum gefeierten Helden werden. Er strebt eine Zeit zwischen 14 und 17 Stunden an. Klappt sein Versuch, dann läge die Messlatte sehr hoch für alle weiteren Schwimmer und somit auch für den Allgäuer Hamza Barkicioglu, 41, aus Sonthofen, der am 2. August zu seinem Extremschwimmen am Bodensee aufbricht (wir berichteten) – und derzeit fleißig trainiert.

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