Sattelfest: Zehn Tipps vom Mountainbike-Profi

Vreni Stitzinger. Fotos: privat

Text: Anne-Sophie Weisenbach

Die Räder sind (noch) blankpoliert und schon lange startklar – die Mountainbiker heiß darauf, die anstehende Saison zu eröffnen. Wer nicht täglich einen sehnsuchtsvollen Blick in die Garage wirft, hat sich vielleicht schon auf die ersten Trails gewagt. Sogar der erste Allgäuer Mountainbike-Marathon ist nicht mehr weit (siehe aktuelle Verlosung Rubrik rechts). Doch gerade jetzt, wenn sich manch einer erst wieder auf seinem Bike zurechtfinden muss, gibt es einiges zu beachten. allgaeu-ausdauer.de wollte von Expertin Verena Stitzinger aus Füssen wissen, wie man durch den Saisonstart kommt, ohne sich den Hals zu brechen.

Gemeinsam mit ihrem Partner hat die leidenschaftliche Rad- und Skisportlerin ein eigenes Outdoor-Unternehmen. Sie ist Mountainbike-Techniktrainerin, organisiert und führt Touren und ist im Bundeslehrteam MTB des Alpenvereins. In der Zeit in der sie jüngst nicht im Sattel saß (selten, aber es soll gerüchtehalber vorkommen…), hat sie mit einem Kollegen ein Buch für Mountainbike-Einsteiger geschrieben: „Richtig Mountainbiken: Technik, Training, Tourenplanung“, erschienen im blv Verlag.

Hier zehn Tipps vom Profi persönlich:

1) Fahrrad checken und pflegen: Alle Funktionen überprüfen, insbesondere die der sicherheitsrelevanten Bauteile wie Bremsen. Die beweglichen Teile wie z.B. Kette brauchen außerdem Pflege. Bei Unsicherheiten, am besten zum Fachhändler gehen.

2) Helm überprüfen – und IMMER tragen: Das ist eine Frage der Sicherheit und kann Leben retten! Also den Helm eingehend untersuchen, ob er Schäden aufweist – oder älter als fünf Jahre ist. Im Zweifel lieber in einen neuen Kopfschutz investieren. Und dann natürlich immer aufsetzen, bevor losgeradelt wird.

3) Training langsam beginnen: Auf keinen Fall vor lauter Motivation gleich mit Höchstgeschwindigkeit eine Riesen-Runde drehen, sondern viel im Grundlagenbereich trainieren.

4) Ausgleichssport und Gymnastik nicht vergessen: Gesundheit geht vor! Um den Körper nicht zu überlasten, sollte das Training möglichst vielseitig sein. Radfahrer vernachlässigen leider oft ihre Rumpfmuskulatur.

5) Fahrtechnik bewusst üben: Nach einem langen Winter sind Bewegungsabläufe für schwierige Wegstellen wie Stufen oder Wurzelpassagen evtl. nicht mehr präsent – also lieber mal in ungefährlichem Gelände üben.

6) Verhältnisse auskundschaften: Wo liegt noch Schnee? Wo sind die Wege noch sehr matschig? Im Frühjahr sollten solche Routen noch gemieden werden: Mitradler, Bike und Natur sind dafür dankbar!

7) Touren sorgfältig planen, Wetterbericht beachten: Das sollte natürlich immer ein Grundsatz sein. Im Frühjahr, wenn die Tage noch kürzer, die Verhältnisse komplexer und die eigene Kondition noch nicht auf Höchststand sind, ist dies umso wichtiger.

8) Standard-Ausrüstung vorbereiten: Zu Beginn der Saison wird oft noch einiges vergessen, die Bedürfnisse sind über den Winter einfach in Vergessenheit geraten. Deshalb am besten so wichtige Dinge wie Ersatzschlauch, kleines Werkzeug, Regenjacke, Notfall-Geld schon mal in den Radl-Rucksack packen.

9) Getränk und Riegel einpacken: Auch wenn die Tour kurz ist: Trinken ist wichtig, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Und wer einmal im Hungerast unterwegs war, wird den Notfall-Energie-Riegel nie mehr vergessen.

10) 1.Hilfe-Paket dabei haben – und einsetzen können: Ein 1. Hilfe-Paket muss auf jede Ausfahrt mit dem MTB mit, entweder im Rucksack oder in der Satteltasche. Denn das kann Leben retten. Wer nicht mehr weiß, wie lebensrettende Sofortmaßnahmen geleistet werden – am besten gleich anmelden zum nächsten Kurs in der Umgebung

Mehr von Verena Stitzinger gibt’s unter www.alpindeluxe.de

In diesem Sinne: Happy Trails und
einen guten Start in die Saison! Und jetzt: Schnell anmelden für die Verlosung zum Bike-Marathon des RSC Kempten…

 

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