Bike-Marathon: Nicht nur Jukka ließ es jucken

RSC Kempten, MountainbikeGeschafft! Ferdl Ganser ist die Erleichterung anzumerken. Der 60-Jährige vom RSC Auto Brosch Kempten stand in den vergangenen Tagen als Organisator des zweiten Bike-Marathon in Durach unter Hochspannung. Nach der Veranstaltung mit 720 Teilnehmern kehrt für den Mountainbike-Abteilungsleiter und die 100 Helfer so langsam wieder Ruhe ein – wenngleich es noch einiges zu tun gibt, wie Ganser im Interview mit allgaeu-ausdauer.de verrät.

Der Marathon steckt den Fahrern noch in den Knochen. Den Veranstaltern auch?

Ganser: Ja, das war schon ein Riesenevent mit Weltklassefahrer und Amateuren. Wir hatten im Vorjahr knapp 500 Teilnehmer – und diesmal waren es 720! Unglaublich, aber wahr: Am Sonntag haben sich 100 Fahrer nachgemeldet. Das war schon der Wahnsinn. Für 20 Leute hatten wir keine Startnummern mehr. Aber zum Glück noch Transponder. Das war schon aufregend. Nachdem alles reibungslos funktioniert hat, fällt jetzt eine Riesenlast von mir ab. Genau wie von den anderen Helfern, die super mitgezogen haben. Aber ganz abgehakt ist die Arbeit noch nicht…

Was steht noch an?

Ganser (grinst): Derzeit beantworte ich die E-Mails von Teilnehmern, die uns zur  Veranstaltung und zur Strecke gratulieren. Das ist das Tolle an den Mountainbikern: Es geht nach wie vor sehr familiär zu. Das gilt für die Profis übrigens genauso wie für die Hobbyfahrer.

Wie kam es überhaupt dazu, dass Profis wie Jukka Vastaranta oder Markus Kaufmann an den Start gingen? Zahlt der RSC Kempten so viel Preisgeld?

Ganser: Wir zahlen überhaupt keines! Und eine Antrittsprämie gab es auch nicht. Jukka Vastarante beispielsweise ist über seine Landsfrau Pia Sundstedt auf uns aufmerksam geworden, die ich aus meiner aktiven Zeit kenne. Solche Kontakte helfen. Außerdem passt unser Rennen offenbar vielen Fahrern wegen des frühen Termins in der Saison und der Strecke ins Konzept. Sie ist schnell, aber nicht zu hart. Somit ist das Rennen eine gute Vorbereitung für das große Bike-Festival in Riva/Italien, das heuer vom 3. bis 5. Mai stattfindet.

Nicht nur Profis wie Jukka Vastaranta ließen es im Kempter Wald buchstäblich jucken…

Ganser: Auch viele einheimische Fahrer waren von der Strecke begeistert. Sie wussten teils gar nicht, dass man im Kempter Wald so gut biken kann. Positiv ist gerade für Wettkampf-Neulinge, dass die Strecke technisch nicht zu schwer ist. Etliche Amateure haben Top-Leistungen gezeigt, wie beispielsweise unsere RSC’ler Robert Wittmann und Florentine Striegl, die sich jeweils den Allgäuer Meistertitel sicherten. Auch in den Altersklassen herrschte starkes Niveau.

Der dritten Auflage im nächsten Jahr steht bei so viel Euphorie also nichts im Wege?

Ganser: Wir würden das Event gerne wiederholen. Ich hoffe, dass alle wieder so mitziehen wie bei den ersten beiden Rennen.

 Wir bedanken uns für das Gespräch!

 Und hier die Gewinner der Allgäuer Meistertitel:

Männer: Robert Wittmann, RSC Auto Brosch Kempten
Junioren U 19: Elias Entrich, Tri Club Lindenberg Radsport Greiner
Master 1: Bernd Demmeler, RSC Auto Brosch Kempten
Master 2: Franz Zwilcher, VC Mindelheim
Master 3: Peter Bochenski, TSG Leutkirch

Frauen: Florentine Striegl, RSC Auto Brosch Kempten
U19: Aurelia Höbel Bike, Team Oberallgäu
Master 1: Birgit Hühnlein, RC Allgäu Willi Koller’s Radboutique

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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