Bike-Marathon: Finne siegt im Finish

Jukka Vastaranta (im blauen Dress) gewann vor Markus Kaufmann den Mountainbike Marathon im Kemptener Wald.
Jukka Vastaranta (im blauen Dress) gewann vor Markus Kaufmann den Mountainbike Marathon im Kemptener Wald.

Finnen-Sieg nach packendem Finish!
Jukka Vastaranta hat beim „2. Auto Brosch Mountainbike Marathon“ mit über 700 Teilnehmern in Durach den Favoriten Markus Kaufmann (Meckenbeuren, Team Centurion Vaude) knapp geschlagen. Die beiden Top-Fahrer hatten sich gegen Ende der 78 Kilometer langen Strecke mit 1400 Höhenmetern von ihren Verfolgern abgesetzt. Die Entscheidung fiel auf dem letzten Anstieg bei Hauptmannskreut, als Vastaranta attackierte und sich die „Pole Position“ für das Schlussduell sicherte. Mit hauchdünnem Vorsprung bog der 29-Jährige im blauen Dress auf die letzte Kurve vor der Zielgeraden ein und ließ sich den Sieg in 2:37:48,63 Stunden nicht mehr nehmen.

 Fotos: Anne-Sophie Weisenbach

„Das war ein hartes Rennen. Ich musste ganz schön kämpfen“, sagte Vastaranta, der auch schon Zeitfahrmeister in seinem Heimatland war. „Am Schluss war Jukka etwas cleverer und schneller. Ich bin mit meiner Platzierung und meiner Leistung voll zufrieden“, sagte der drei Jahre ältere Kaufmann nach dem Duell über zwei Runden, das er in 2:37:48,99 beendete. Platz drei belegte Uwe Hardter in 2:39:14,86, der sich vor Rupert Palmberger (2:39:16,26) ins Ziel rettete.

Bei den Frauen gewann Mailin Franke in 3:08:25 souverän vor Lokalmatadorin Florentine Striegl  vom RSC Auto Brosch Kempten (3:09:27) und Birgitt Hühnlein vom RC Allgäu (3:16:35).

Über die Kurzstrecke (39 Kilometer) siegte Philip Spanier in 1:21:14 vor Vincent Günther (1:21:34) und Mirko Pfauth (1:21:43). Bei Frauen gewann die Österreicherin Verena Krenslehner (1:31:09) vor Christiane Cohsmann (1:34:58) und Veronika Weiß (1:41:44).

Die Veranstalter vom RSC Kempten freuten sich derweil bei kühlen Temperaturen und wolkenbedecktem Himmel über den großen Fahreransturm. „Wir hatten einen großen Schwung von 100  Nachmeldern. Davon war ich völlig begeistert. Wir sind beinahe ans Limit von 750 Teilnehmern gekommen“, meinte Ferdl Ganser, von der Mountainbike-Abteilung. 100 Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf.

Der Mountainbike-Marathon in Durach und Betzigau mit Kurzstrecke (39 km, 700 Hhm) und Langstrecke (78, 1440) gehört zur Ritchey Mountainbike Challenge. Weitere Renntermine im Allgäu sind Pfronten (15. Juni) und Oberstdorf (28. September). Weitere Ergebnisse folgen.

Und wie hat Euch das Rennen gefallen? Berichtet uns doch in den „Kommentaren“ von Euren Eindrücken und Erlebnissen.

Tanja Müller hat das bereits getan. Sie gehörte zu unseren glücklichen Startplatz-Gewinnern und schreibt:

„Also i war ja sehr lange optimistisch das i zwei Runden schaffe aber als ziemlich am ende die Tragepassage kam da war mir klar das i di net noml will 😉
Am Ziel hab i dann noch mal ganz kurz überlegt (die 2. Runde war no net gesperrt, freu) aber (und jetzt kommt meine super Entschuldigung) da i ja erst eine kleine Hüftoperation hatte und somit im Trainingsrückstand und au no in der Rekonvaleszenz bin fand i es viel vernünftiger ins Ziel zu fahren.
I hoff ihr seid jetzt net zu sehr von mir enttäuscht 😉
Aber es war ein super Erlebnis und eine tolle Veranstaltung. Vielen Dank!
Und nächstes Jahr werd i wieder dabei sein.“

 

 

2 Gedanken zu „Bike-Marathon: Finne siegt im Finish“

  1. Gott sei Dank hab ich auch das Glück gehabt, hier einen Startplatz abgeräumt zu haben. Bin heute beim Kemptener Marathon erstmals angetreten und es war super. Genau genommen war es heute mein allererster Marathon. Es war ein schnelles, aber sichers Rennen, da die Strecke gut einsehbar war. Mit meiner Leistung war ich heute zufrieden, wollte mal schauen, wo ich so steh. Als Jahrgang 1998 bin ich in der Klasse U19 gestartet, war was völlig Neues. Konnte in der Gesamtwertung Platz 119 belegen und in meiner Klasse den 16ten Platz. Bedanke mich noch mal das ich kostenlos starten durfte, es war ein schöner Tag. Grüße vom RSV-Sonthofen Philip Weihele.

  2. Als erstes: Ein Riesen Lob an den RSC Kempten und Ferdl Ganser mit seinem Team für den super MTB Marathon im Kemptener Wald. Ich bin heute auf Strecken gefahren, von denen ich nicht dachte dass der Kemptener Wald sie hergibt.
    Als ich am Samstag Abend meine Startnummer abholte, wurde mir freudig mitgeteilt, dass ich mit der Nr. 65 im ersten Startblock starten darf. Meine Taktik das Rennen von hinten anzugehen war somit schon mal erledigt. Also stellte ich mich am Sonntag früh brav zwischen die (Semi) Profis mit den teuren und leichten Rennmaschinen. Entsprechend schnell war der Start und wir fuhren so richtig flott in Richtung Linggen. Nach ca. 1,5 km lag schon der erste im Gras und hob sich schmerzverzerrt das Schlüsselbein. In Betzenried musste ich mich umdrehen um zu sehen ob überhaupt noch jemand hinter mir war, so viele Leute hatten mich in der Zwischenzeit überholt. Gott sei dank war doch noch der ein oder andere zu sehen.
    Langsam fand ich mein Tempo und eine Gruppe gleichgesinnter und so ging’s dahin. Vor der Verpflegung bekam ich noch die zweite Luft und konnte richtig flott nach Mösterberg und Hauptmannsgreuth hinauf fahren. Eine Banane und ein Isogetränk, gereicht von den super kleinen Helfern in Hauptmannsgreuth und weiter ging’s.
    Das letzte Renndrittel ist mir von meinem Lauftraining bekannt und so konnte ich noch etwas Heimvorteil einbringen.
    Noch Flugs hinauf zur Ruine geschoben und dann ging’s ziemlich rasant in Richtung Ziel.
    Die Uhr blieb bei für mich ordentlichen 1:50:58 h stehen, für die vierte Bike Ausfahrt dieses Jahr bin ich voll und ganz zufrieden.
    Danke an das Allgäu Ausdauer Team für den Startplatz und meine Frau und Julia und Isabel, meine größten Fans, die mich lautstark angefeuert haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.