Neuer Wettbewerb: Skitourenrennen auf den Grünten

Grünten

 Skitourengehen ist in. Das weiß Fabian Häusler vom Skiclub Rettenberg schon längst. Bereits vor drei Jahren hatte der 26-Jährige die Idee an seinem Hausberg, dem Grünten, ein Skitourenrennen zu veranstalten. Jetzt wird diese Idee auch in die Tat umgesetzt. Am 27. Februar 2016 findet zum ersten Mal das Grünten-Nightrace statt.  Eine Veranstaltung nicht nur für Rennläufer, sondern vor allem auch für Hobbysportler. 

Von Gitti Schiebel (Text und Foto)

Während es im angrenzenden Vorarlberg oder im Tirol zahlreiche Skitourenrennen gibt, ist die Anzahl im Allgäu überschaubar. Das Allgäu Vertical Race auf der Weltcuppiste in Ofter­schwang oder die Skimo-Challenge im Ost­allgäu sind Rennen, die in den letzten Jahren initiiert wurden. Skimountaineering (kurz: Skimo), also sportliches Skitourengehen, boomt.

Stammtische für Tourengeher, die am Feierabend mit der Stirnlampe die Skipiste hochlaufen, sind sehr beliebt. Die Grüntenhütte ist an Mittwoch­abenden regelrecht überfüllt. Und genau diese Zielgruppe soll das neue Rennen am Grünten ansprechen. „Wir wollen neben den schnellen Wettkampf­läufern auch jenen Skitourengehern was bieten, für die der Spaß im Vordergrund steht“, erklärt Fabian Häusler. Für die Teilnehmer der Kategorie „Rennklasse“ geht es um die schnellste Zeit, in der „Hobbyklasse“ ist die Durch­schnitts­zeit aller Starter ausschlag­gebend.

Austragungsort ist das Gebiet des ehe­maligen Kammeregg-Liftes am Grünten, ohnehin ein be­liebtes Touren­gelände. Beim kurzen Winter­einbruch im November diesen Jahres haben bereits zahlreiche Ski­tourengeher ihre ersten Spuren in den Schnee gelegt. „Das Gelände bietet uns die perfekten Rahmen­bedingungen“, so Häusler. Vom Start an der früheren Talstation verläuft der Aufstieg entlang der einstigen Lifttrasse bis kurz unterhalb der Gipfelstation. Dort müssen die Ausdauersportler die Felle abziehen und sich in die Abfahrt im freien Gelände stürzen. Richtungstore an einigen Schlüssel­­stellen erleichtern die Orientierung und mahnen zur Vorsicht. Zurück am Ausgangs­punkt ist für die Hobbyläufer das Rennen beendet, die Wettkampf­klasse bewältigt die Strecke ein zweites Mal. Eine Runde hat etwa 4,3 Kilo­meter und 470 Höhen­meter. Das ist für jeden machbar, der olympische Gedanke zählt.

Etwa 40 Helfer des Skiclubs Rettenberg werden im Einsatz sein, um die Premierenveranstaltung reibungslos durchzuführen. Im Anschluss an das Rennen findet eine Apres-Ski-Party statt, in die auch die Siegerehrung integriert wird. Es soll nicht nur zusammen Sport getrieben, sondern auch miteinander gefeiert werden. Und auch hierfür ist das Veranstaltungsgelände ideal. Immerhin befindet sich im Gebäude der ehemaligen Kammer­­egg-Talstation jetzt der Firmensitz einer Brauerei.

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